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Häufige Fragen

Fragen kostet nichts…

…aber ein Schwimmteich schon. Unnötige Ausgaben oder Probleme lassen sich vermeiden, wenn  offene Fragen bereits im Vorfeld geklärt  werden.  Einige, häufig gestellte Fragen  sind hier zusammengetragen.

Benötige ich eine Baugenehmigung für einen Schwimmteich?

Leider gibt es keine allgemeingültige Aussage zu dieser Frage, da Baurecht Länderrecht ist, und diese von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Auffassungen haben. Oft ist ein Wasserbecken mit einem Wasserinhalt bis 100m³ genehmigungsfrei. Probleme kann es geben, wenn ein Sachbearbeiter des Bauamts aus Unkenntnis für einen Schwimmteich die gesetzlichen Grundlagen für ein Schwimmbad heranzieht.


Wie kann ich Fehler vermeiden?

Wichtig sind vorab Informationen über grundlegende Kenntnisse zum Aufbau, bezüglich der verschiedenen  Ausführungsformen, sowie der Biologie eines Schwimmteiches. Haben sich in dieser wichtigen Phase die Wünsche und Vorstellungen konkretisiert, gilt es eine Bestandsaufnahme des späteren Standortes zu machen. Eine Checkliste ist hier von großem Nutzen. Sie sollte alle wichtigen Parameter wie z.B. Platzangebot, Standort, Geländetopografie, verlegte Anschlüsse und Stromleitungen, vorgesehene Nutzung und anderes mehr umfassen.So läuft man keine Gefahr wesentliche Faktoren zu vergessen. Mit maßstabsgerechten Skizzen wird die eigene Vorstellung zu Papier gebracht. Dann die gewünschte Form anschliessend mit einem Seil oder ähnlichem vor Ort überprüft. Im nächsten Schritt wird die geplante Technik in der Entwurfszeichung eingezeichnet. Diese Zeichnung kann als Unterlage für einen Gegencheck dienen. Sei es durch einen Fachberater oder andere Schwimmteichbesitzer im Forum.


Was kostet ein Schwimmteich?

Die Baukosten stehen in einem unmittelbaren Verhältnis zur Grösse und der Bauart des Schwimmteiches.

Der ursprüngliche Schwimmteich mit ausschliesslich biologischer Selbstreinigung ist hier die kostengünstigste Variante, während ein Natur-Pool mit entsprechender aufwändiger Technik die kostenintensivste Bauform darstellt. Auch ist bei einem Teich mit gemauerter Schwimmzone mit höheren Kosten zu rechnen, als bei einem Teich mit ausschliesslicher Bodenmodulation. ( Siehe Kosten ) Die hier genannten Kosten beziehen sich auf einen Teich mit ca. 100m³ Wasserinhalt, und sollen lediglich als Richtwerte für die Planung dienen.   


Wie sollte der spätere Standort beschaffen sein?

Die Auswahl des richtigen Standortes beeinflusst nicht unwesentlich den zukünftigen Pfegeaufwand des Teiches. Ein Baumbestand in unmittelbarer Nähe sorgt nicht nur für einen hohen Arbeitsaufwand durch herabfallende Blätter. Die Bäume belasten durch Laubfall den Teich mit Nährstoffen. Auch Sträucher mit giftigen Blättern und Früchten, sowie stark wachsende Gräser mit entsprechender Rhizombildung, haben in unmittelbarer Nähe eines Teiches nichts zu suchen.  Eine  Beschattung durch nahe stehende bauten oder einem Sonnensegel hat Vorteile. Dadurch wird die direkte Sonneneinstrahlung reduziert. Eine wichtige Maßnahme gegen verstärkte Fadenalgenbildung. Problematisch ist auch ein Standort am Fuss einer Böschung. Ohne ausreichend dimensionierte Kapillarsperre besteht gerade hier die Gefahr des Einschwemmens von Oberflächenwasser.Die im Jahresmittel vorherrschende Windrichtung, muss für die Skimmerposition berücksichtigt werden.


Muss der Schwimmbereich gemauert werden?

Die Beantwortung der Frage hängt zum einen von den geologischen Gegebenheiten, dem Budget aber auch von einem geplanten Einsatz automatischer Reinigungsgeräte ab. Bei einem leichten, sandigen Boden muss ein entsprechender Böschungswinkel ( max. 45° ) eingeplant werden. Dadurch wird die nutzbare, tiefe Schwimmfläche eingeschränkt.  Hier bringt ein gemauerter Schwimmbereich mehr Nutzfläche und durchgehende Wassertiefe. Bei steifen oder halbfest bindigen Böden der Böschungswinkel steiler sein darf ( ca. 60° ), verringern sich hier die zuvor genannten Nachteile. Bei festen bindigen Böden oder Fels mit einem Böschungswinkel von ca. 80° gibt es bezüglich Nutzfläche und Tiefe kaum noch Nachteile. Hier ergeben sich andere Probleme aus der Bodenbearbeitung. Bei einem hohen Grundwasserspiegel ist ein gemauerter Schwimmbereich die beste Alternative. Auf dem geraden glatten Boden können auch Reinigungsroboter eingesetzt werden.


Was ist bei der Teich-Folienauswahl zu beachten?

Beim Schwimmteich-Bau kommen in der Regel nur Dichtfolien von hoher Qualität in Frage. Zum einem ist dies die EPDM-Folie in einer Stärke von ca. 1 mm, bei der es sich um einen synthetischen Kautschuk handelt. Zum anderen die PVC-Folie mit einer Folienstärke von  1,5 mm. PE-Folie kommt aufgrund schwieriger Verschweißung sowie fehlender Klebemöglichkeit kaum zum Einsatz. Vorteile der EPDM-Folie: UV-beständig, gute  chemischen Beständigkeit und bleibt selbst bei Minustemperaturen noch flexibel. Sie ist Weichmacherfrei und ist bis 400% dehnbar. Nachteile: EPDM ist nur im Spezialverfahren schweissfähig, ansonsten nur klebbar mit geringerer Bindekraft. Zur Zeit nicht in Farbe, sondern nur in schwarz erhältlich.

Vorteile PVC-Folie: hohe chemische Beständigkeit, grosse Auswahl bezüglich Stärken und Farben. Mit Kaltschweißmittel sowie thermisch schweißbar. Dadurch wird eine hohe und dauerhafte Nahtfestigkeit und  eine einfache und dauerhafte Reparaturmöglichkeit erreicht. Nachteile: bei niedrigen Temperaturen und höherer Materialstärke relativ steif, bei intensiver Sonneneinstrahlung und ungeschützter Folie kommt es zu allmählicher Versprödung der Folie. Dies lässt sich  durch Schutzmaßnahmen leicht zu vermeiden . Gewebeverstärkte Folien eignen sich durch die geringe Dehnfähigkeit besonders für gemauerte Becken, weniger für Naturbecken.


Welche Schwimmteich-Bauform ist empfehlenswert?

Eine Entscheidung ist von mehreren Faktoren abhängig. Dazu gehören: das Budget, die Ansprüche an die Wasserklarheit und den Reinigungsaufwand sowie persönlcihe Vorlieben. Der Schwimmteich in seiner ursprünglichen Form ohne Technik kommt den Teichbauern entgegen, die nur ein begrenztes Budget einsetzen möchten und über viel Platz verfügen. Längere Eintrübungsphasen und stärkere Algenproblematik sind in Kauf zu nehmen. Mit nur geringem technischen Aufwand durch den Einsatz von einem Skimmer und Filter, lässt sich eine stabilere Wasserqualität erreichen.  Das Abskimmen von Oberflächeneintrag entfern organische Nährstoffe und verbessert die Optik, ohne zu viel von der Grundidee des naturnahen Teiches aufzugegeben . Durchströmte  bepflanzte Klärzone kennzeichnen die nächsten Bauformen. Durch eine höhere Effizienz des Filterbereiches ist der Flächenbedarf kleiner, was insgesamt einen kompakteren Bau der Schwimmteich-Anlage ermöglicht. Hier ist der technische Aufwand durch die Reinigungskette höher. Es wird jedoch eine durchgehende Wasserklarheit über das ganze Jahr erreicht. Soll der Wartungsaufwand gesenkt werden ist der Einsatz weiterer , kostenintensiver Filtertechnik notwendig.Bei diesem sogenannten Natur-Pool ist der Aufwand deutlich höher als in einem vergleichbaren Swimmingpool klassischer Bauart.


Ist ein Schwimmteich ohne Technik möglich?

Ein klassischer Schwimmteich kommt ohne Technik aus. Es müssen jedoch  einige Besonderheiten beachtet werden. So sollte eine Gesamtgrösse von 1ca.100 m² nicht unterschritten werden. Auch stellen hier 2 m die Mindestiefe dar, um beim Schwimmen nicht permanent den Mulm und die Sedimente auf zu wirbeln. Beim Klärbereich sollte auf eine ausreichende Fläche von mindestens 50 % der Gesamtgröße geachtet werden.  Das Substrat im Klärbereich darf nicht größer als Korn 16 sein. Sonst können sich die Repositionspflanzen nicht wie gewünscht verwurzeln.


Welche Wassertiefe sollte man bei der Planung zugrunde legen?

Hier gibt die Bauart und die Nutzung die anzuratende Tiefe vor. Naturteiche benötigen, wie in vorhergehenden Antworten beschrieben eine Tiefe über 2 m. Oft wird hier sogar eine Wassertiefe von 3 m empfohlen. Bei Schwimmteichen mit entsprechender Technik werden hier keine speziellen Anforderungen gestellt.  Hier bestimmt die Nutzung die anzustrebende Wassertiefe. Ein Nichtschwimmerbereich sollte eine Tiefe von 1,30 - 1,40 m nicht überschreiten. Im Bereich für Schwimmer ist eine Tiefe von 1,40 m bis 2,00 zum komfortablen Schwimmen ausreichend.


Wie groß soll der Klärbereich sein?

Bei einem Naturteich ohne Technik kann dieser Bereich nicht gross genug gewählt werden. Mindestens 50% der Gesamtteichfläche muss hierfür eingeplant werden. Je nach Schmutzeintrag kann hier eine größere Fläche nötig werden. Der Einsatz von Technik reduziert hier die Grösse des Klärbereiches. Je mehr Technik eingesetzt wird, um so kleiner kann der Klärbereich ausfallen. Bei einem Naturpool lässt sich die Grösse bis auf 10-20% der Gesamtfläche beschränken.


Welche Technik soll man sinnvollerweise installieren?

Da ein Grossteil der Verschmutzung wird über die Wasseroberfläche in den Teich eingetragen. Furch die Oberflächenspannung schwimmt der Schmutzeinttrag einen Zeit lang auf. Daher ist ein Skimmer in Verbindung mit einem Teichfilter und einer entsprechenden Teichpumpe, das wichtigste Ausstattungszubehör. Für Selbstbauer mit geringer Affinität für Technik werden heute schon Skimmer mit intrigierter Filterung und Pumpe angeboten. Hier braucht nur noch ein Gehäuse eingebaut werden.

Soll die Effektivität des Klärbereiches gesteigert werden, kommt man um den Einsatz zusätzlicher Technik nicht umhin. So besteht eine typische Filterkette neben einem Skimmer aus einem Filter zur Feststoffseparation ,dem  Pumpenschacht und einem entsprechendem Wasserverteilsystem (im Bodenfilter).


Worauf muss beim Einbau der Technik besonders geachtet werden?

Besondere Aufmerksamkeit muss der Leitungsverlegung beim Einsatz von Energiesparpumpen  gewidmet werden. Da diese Pumpen nicht selbstansaugend sind, sollte die Zuleitung mindestens 30 cm unter Teichwasserniveau verlegt werden. Nur so wird sichergestellt, das der Pumpe selbstständig Wasser zufliessen kann. Auch ein ausreichender Leitungsquerschnitt ist zur Minimierung der Reibungsverluste wichtig. Je länger die Zuleitung und je stärker die Pumpenleistung, umso grösser sollte der Leitungsquerrschnitt gewählt werden. Bei Zuleitungen bis 10 m Länge und einer angeschlossenen Pumpenleistung bis 16 m³, haben sich 50 mm Schläuche bestens bewährt. Bei grösseren Entfernungen und leistungsstärkeren Pumpen sind 63 mm Durchmesser eine gute Wahl. Um unötige Ablagerungen in den Schläuchen zu vermeiden, sollten diese eine glatte Innenwand besitzen. Auch an eine Entwässerungsmöglichkeit zur Vermeidung von Frostschäden im Winter muss gedacht werden. In begehbaren Gewässern gelten die gesetzliche Vorgaben zum Unfallschutz. So müssen stromführende Teile  vom Wasserkreislauf entkoppelt eingebaut werden. Zudem muss bei elektrischen Anschlüssen ein Mindestabstand von 2 m zum Teich eingehalten werden.


Worauf muss ich beim Einsatz von Baumaterialien im Wasser achten?    

Von dem Baumaterial dürfen keine Emissionen ausgehen. Neben Phosphatausscheidungen durch eingebrachte Filterkiese, spielen hier Kalkausscheidungen durch eine falsche Stein-/Zementausauswahl bei Abtrennungen oder Steinverkleidungen eine wesentliche Rolle. Wichtig ist auch eine korrosionsbeständige Materialauswahl (z.B. Bei Einstiegsleitern, Leuchtenfassungen) bei Metallen. Die Eignung von verschiedenen Holzsorten ist beim Einsatz in und unter Wasser ebenfalls zu beachten und zu prüfen. Manche Tropenhölzer sondern rote Harze ( Kopal) an das Wasser ab und hinterlassen dabei unschöne Ablagerungen auf der Folie .




Kann ich Regenwasser zur Füllung nutzen ?

Von der Verwendung von Regenwasser muss eher abgeraten werden. Die über das Regenwasser eingebrachten Schmutzpartikel und Nährstoffe führen schon im Beginn zu einer Überdüngung des Teichwassers. Durch noch fehlende Antagonisten ist hier eine Algenproblematik schon vorprogrammiert. Auch fehlen dem Regenwasser die Mineralstoffe. Das im Leitungswasser womöglich enthaltene Chlor dagegen verflüchtigt sich, und ist schon nach wenigen Tagen nicht mehr nachweisbar. Lediglich bei phoshatiertem Leitungswasser, sollte diese Phosphate über entsprechende Bindemittel gebunden werden.


Gibt es Vorschriften zur Sicherung des Teiches, um Gefährdungen für Kinder zu verhindern?

Spezielle Gesetze und Vorschriften, wie ein Schwimmteich zu sichern ist, gibt es nicht. Grundsätzlich muss aber der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht nachgekommen werden. Hier wird dem Inhaber einer Gefahrenquelle auferlegt, notwendige und zumutbare Vorkehrungen zu treffen, um Schäden anderer zu verhindern. Daher sollte der Schwimmteich so abgesichert werden, dass er auf keinen Fall öffentlich zugänglich ist. Allein schon aus Sichtschutzgründen ist bei Lage des Schwimmteiches in der Nähe öffentlicher Verkehrswege ein entsprechender Zaun geboten. Wird das an sich abgeschlossene Grundstück von kleinen  Kinder bespielt, ist hier eine zusätzliche Absicherung durch einen Zaun zu empfehlen. Bei einem eventuellen Unfall ist auch hier der Eigentümer haftbar.