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Einkammer- oder Mehrkammersystem?

Das Einkammersystem integriert den Aufbereitungbereich wodurch eine größere zusammenhängende Wasserfläche entsteht. Durch den einfachen Aufbau ist es kostengünstiger und hat seinen Reiz für handwerklich ungeübte Selbstbauer. Der relativ nahtlose Übergang von Aufbereitungs bzw. Pflanzflächen zur Schwimmzone ist naturnah. Es ist auch eine stärkere Besiedlung durch Zooplankton, Insektenlarven, Molchen etc. zu beobachten.


Im Mehrkammersystem wird der Aufbereitungsbereich ausgelagert. Durch die vollständige Trennung entstehen zwei unterschiedliche Einheiten. Das mag nicht jedem gefallen. Der Vorteil dieser Bauweise erschliesst sich erst in der Praxis. Man hat sehr wenig Arbeit mit einem solchen Schwimmteich. Reinigungsarbeiten sind deutlich vereinfacht. Probleme gibt es kaum, wenn das Filterkonzept stimmt und man den Algen einen Platz im Aufbereitungsbereich zugesteht.

Schwimmteich oder Naturpool?

Lange Zeit existierte nur der Begriff „Schwimmteich“ oder „Badeteich“. Darunter fielen alle Anlagen, die man als Schwimmbecken mit biologischer Wasseraufbereitung bezeichnen konnte. Im Ursprung setzte man auf rein biologische Protagonisten wie Wasserpflanzen und Plankton. Dazu waren lediglich größere Regenerationszonen notwendig. Man unterschied zwischen einem Nutzungsbereich und einem Aufbereitungsbereich.Dann kamen Franchiseunternehmen auf den Markt, die mit ihren „Teichsystemen“ warben. Man kann zu Franchiseunternehmen stehen wie man will, aber erst die bunte Werbung mit den verlockenden Bildern machte die „Schwimmteiche“ bekannt. Die „Teichsysteme“ wurden Anfangs  wie Zauberformeln zur Wasseraufbereitung dargestellt. Geheimwissen das nur wenigen Eingeweihten zu Teil wurde. Im Prinzip war es aber ganz simpel. Analog zu öffentlichen Kläranlagen hat man biologische durch physikalische und physikalisch-chemische Verfahren ergänzt. Neu waren „Filtertechnik“ und Adsorbermaterialien wie z.B. spezielle Substratmischungen. Je ausgefeilter die technische Entwicklung wurde, desto mehr wuchs der Wunsch nach einer genaueren Terminologie. Insbesondere gewerbliche Anbieter wollten eine leicht zu handhabende Regelung mit der sich einzelne Bauweisen voneinander abgrenzen lassen. In den Richtlinien zum Bau von Schwimmteichen der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung, Landschaftsbau) wurden 5 Typen festgelegt. Gestaffelt von Schwimmteich ohne Technik bis hin zu viel Technik (Kategorie 1-4) und dem Naturpool gemauertes Becken mit ganz viel Technik (Kategorie 5) . Über Sinn und Unsinn von Normungen kann man streiten, wenn man sich die neue österreichische Norm anschaut. Hier gibt es nur noch Schwimmteiche (ohne Technik) und Naturpools (mit ganz viel Technik). Alles dazwischen (vermutlich der Großteil) ist nicht mehr normgerecht und damit bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung anfechtbar.


Der Selbstbauer ist glücklicherweise den bürokratischen Hürden nicht in gleicher Weise ausgeliefert, wie ein gewerblicher Anbieter. Er kann sich über verschiedene Quellen informieren  und den eigenen Vorstellungen folgen.


Argumente für die verschiedenen Bauweisen:

Schwimmteich ohne Technik

Diese Lösung erscheint zunächst attraktiv, denn die Baukosten sind vergleichsweise gering und man muss sich nicht mit der Filtertechnik auseinandersetzen. Ausserdem ist Biologie per se immer gut und die Natur kostet keinen jährlichen Unterhalt.

Aber: Das System zur Wasseraufbereitung stützt sich nur auf einer Säule. Ohne Kenntnis der biologischen Zusammenhänge sind Fehler vorprogrammiert. Der Schwimmteich ist ein stehendes Gewässer und den äusseren Einflüssen wie Sonne, Regen, Staub, Laubfall etc. ausgeliefert. Alles kann sich gut entwickeln, aber wenn nicht, hat man sich eine Algen-Zuchtstation gebaut, die möglicherweise noch nicht einmal gut riecht. Die Versuche im nachhinein korrigierend einzugreifen sind mühselig und nicht immer von Erfolg gekrönt.

Schwimmteich mit Technik

Mit Sicherheit werden die meisten Schwimmteich mit mehr oder weniger Filtertechnik ausgerüstet. Auch mit kleinerem Budget kann man viel erreichen, wenn die Mittel sinnvoll eingesetzt werden. Wer mehr investiert kann durch die Technik den Wartungsaufwand des Teiches senken. Man erwirbt nicht nur den besseren Filter sondern auch mehr Freizeit. Bei einer Störung des Teich-Gleichgewichts hat man Einflussmöglichkeiten und kann kontrollierte Gegenmassnahmen ergreifen.

Aber: Die Auswahl der richtigen Filtertechnik ist nicht ganz einfach. Es gibt die unterschiedlichsten Systeme  und nicht immer ist ein teurer Filter auch gleichzeitig die beste Lösung für das eigen Projekt.  Auch muss man wissen welche Technik man wofür einsetzt. Ein Beispiel: eine UV-Leuchte wirkt sehr gut gegen Wassertrübung durch Schwebealgen ist aber gegenüber den häufig in Schwimmteichen auftretenden Fadenalgen wirkungslos.

Naturpool

Der Aufbereitungsbereich ist immer vom reinen Nutzungsbereich getrennt. Durch eine starke Konzentration auf die physikalisch-mechanische Schwebstoffseparation wird klares Wasser erzeugt. Die Filterreinigung lässt sich gut automatisieren. Das hält denPflegeaufwand gering. Reinigungsroboter sind üblich. Pflanzen werden, wenn überhaupt, nur in geringen Ausmass eingesetzt.In der Optik unterscheiden sich Naturpools kaum von herkömmlichen Pools. Diese Bauweise wird eher selten von Selbstbauern durchgeführt, sondern ist die Domäne der gewerblichen Anbieter.

Aber: Es ist ein Kraftakt, das Poolwasser weitgehend frei von Algen, Belägen und Sedimenten zu halten. Der Aufwand an Filtertechnik und Energie ist oft deutlich höher als bei einem normalen Pool,  damit das Erscheinungsbild des Schwimmbeckens den Vorstellungen bzw. den Prospektbildern entspricht.